Andreas Pfeil-Schulz im Interview

Ein Interview mit dem Werber und EELOY-Gründungspartner Andreas Pfeil-Schulz.

Was war die Anfangsidee, als ihr 2009 EELOY gegründet habt?

Wir haben gespürt, worin für die Anwender:innen das größte Problem bei datengetriebenem Marketing lag. Aber ich muss etwas weiter ausholen. Meine Vorgeschichte beginnt bereits 1989, als ich mich während meines Studiums des Kommunikationsdesigns selbstständig machte. Ich erkannte früh das Potenzial von bedarfsorientierter Dialogkommunikation. Der Anspruch an individuelle Kundenansprache ist ja nicht neu. Handel und Dienstleister wissen seit Generationen um den Wert von Loyalität, die durch persönliche Betreuung erarbeitet wurde. In der Kommunikation scheiterte der Wunsch nach Relevanz stets daran, dass unsere Auftraggeber nicht in der Lage waren, scheinbar einfache Daten strukturiert und wiederholbar aus ihren eigenen Systemen heraus bereitzustellen. Erst als mein Gründungspartner Andreas Bohl und ich aus einer Werbeagentur und einer Software-Firma ein Unternehmen machten, konnten wir das ändern.

Was ist denn so kompliziert daran, vorhandene Daten zu nutzen?

Die heterogene Verteilung in unterschiedlichen Systemen macht es (bis heute) den Marketingverantwortlichen nahezu unmöglich, Informationen zu selektieren, zu homogenisieren und zu verknüpfen. Ein Teil liegt im DMS, ein anderer im CRM, weitere in der Fibu und in einer Vielzahl von eigenen und Hersteller-Sub-Systemen. Wenn ich eine halbwegs intelligente Kommunikation zu meinen Kund:innen aufrecht halten möchte, muss ich die Datenerhebung und -aufbereitung automatisieren. Sonst stehe ich jeden Monat vor der gleichen Herausforderung. Und wenn die Daten vorliegen, bin ich noch nicht fertig. Erst jetzt kann eine Personalisierung beginnen..

Mit Personalisierung ist die Erstellung von Werbemitteln mit den gewonnenen Daten gemeint?

Ziel ist es, die nützliche Information zur richtigen Zeit dem/der Empfänger:in zuzustellen. Die Inhalte der Kommunikationsmittel sollten bestenfalls für jeden Fall individuell zusammengestellt werden. Mit dem Anspruch, 100% meiner Kund:innen erreichen zu wollen, muss ich die Kanäle Print und E-Mail gleichzeitig bedienen. Der Aufwand vervielfacht sich mit jeder Variante. Nebenbei muss man die DSGVO im Blick behalten.

Nur wenn ich selbst entscheiden kann, was mit meinen Daten passiert, kann ich diese für mein eigenes Unternehmen verkaufsfördernd einsetzen.
Andreas Pfeil-Schulz
Das heißt, EELOY stellt ein Tool bereit, mit der eure Kunden dies bewerkstelligen können?

Das ist unser größtes Unterscheidungsmerkmal. „Tools“ halte ich für teure Software-Versprechen, an denen die Anwender:innen oft verzweifeln. Diese Erfahrung hat sicher jeder schon gemacht. Wir lösen die Probleme unserer Kund:innen durch die Übernahme des kompletten Prozesses. Die Cloud-Software, die wir entwickelt haben, bekommen unsere Anwender:innen selten bis gar nicht zu Gesicht und müssen sich somit nicht mit den typischen Problemen auseinandersetzen. EELOY kümmert sich um die Datenerhebung und -aufbereitung bis zur Ausspielung auf den gewünschten Kanälen. Vollautomatisch, pünktlich und inklusive der Qualitätssicherung. Der Aufwand zur Bewältigung der Regelkommunikation sinkt für unsere Anwender:innen auf null. 

Ist die Reduzierung der Aufwände der wichtigste Grund, warum sich eure Kunden für EELOY entscheiden?

Für die Fachabteilungen ist die gewonnene Zeit ein willkommener Nebeneffekt. Prozess-Sicherheit und die Gewissheit, dass alles „aus einer Hand“ pünktlich ausgeführt wird, sind die meistgenannten Motive. Der wichtigste Grund aus unternehmerischer Sicht ist jedoch das Ziel, die Herrschaft über die Nutzung der eigenen Daten im Haus zu halten oder sie zurückzuholen. Datenautonomie hat für eine zunehmende Zahl unserer Kund:innen oberste Priorität.

Findet hier ein Umdenken in den Autohäusern statt?

Nachdem neue Unternehmen der Old Economy vorgemacht haben, wie es geht, investieren Konzerne mit Hochdruck viel Geld in die Digitalisierung. Die Antwort, wem diese Vorhaben in erster Linie nutzen, liegt auf der Hand. Die eigene Markenidentität zu schärfen, ist für den Automobilhandel nicht weniger als überlebenswichtig unter den sich wandelnden Marktbedingungen. Nur wenn ich selbst entscheiden kann, was mit meinen Daten passiert, kann ich diese für mein eigenes Unternehmen verkaufsfördernd einsetzen. Wer keine eigenen Ziele hat, verfolgt nur die Ziele anderer. Das ist unverantwortlich riskant. Unsere Kund:innen haben den Schalter bereits umgelegt.


Zur Person

Andreas Pfeil-Schulz ist Gründungspartner von EELOY und Mitglied des Vorstands. Er studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt und gründete noch während des Studiums eine Werbeagentur, die Kunden aus den Branchen Mode, Chemie, Nutzfahrzeuge, Gesundheitswesen, Gastronomie, IT und Einzelhandel betreute. Er bezeichnet sich selbst als „Customer-Centricity-Evangelist“ und bringt diese Passion mit Beharrlichkeit in Beratungsaufgaben und die Unternehmensstrategie ein. Er lebt mit seiner Familie an der hessischen Bergstraße, fotografiert leidenschaftlich gerne, ist Rotarier und engagiert sich politisch im Ortsbeirat seiner Gemeinde.

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